schan-dev: Wieder Online :-)) Danke und ein paar Worte mehr

Reiner Klaproth rk1 at msjohan.dd.sn.schule.de
Fre Mai 21 16:27:38 CEST 1999


Hallo!

Zuerst die gute Nachricht: 
rk1 at msjohan.dd.sn.schule.de
ist wieder erreichbar. Gelegentliche Fehler sind darauf zurückzu-
führen, dass sich ein neuer Nameserver-Eintrag erst in einigen 
Tagen herumspricht.

Ich danke allen, die sich per Mail an die TU gewandt haben.

Warum kam es dazu:
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Wir alle wissen, dass SPAM zu den problematischsten Dingen der
Freiheit des Internets gehört. Wir in der Schule sind ebenfalls
bemüht, die Regeln des Internets zu beachten und unerwünschte
Mails zu unterbinden.
So kam am Wochenende in der TU Dresden eine Mail von einer 
zentralen Stelle des Internets an, die darauf hinwies, dass 
mehrere Rechner der TU als SPAM-Relay (Verteiler für diese
unerwünschten E-Mails) missbrauchen lassen. Wenn die TU nichts
unternommen hätte, wäre die gesamte Domain der TU auf eine
"Blacklist" gesetzt worden und wäre de facto vom weiteren 
Mailverkehr abgekoppelt worden. Als Frist wurden 2 Tage gesetzt.

Die TU musste also schnell handeln. In einem derart komplexen
System eine SCHNELLE Lösung zu finden ist nicht einfach; so
hat man also kurzerhand per Firewall den für den Mailverkehr
zuständigen Port 25 für die gesamte TU(!) dicht gemacht.

Welche Konsequenzen das hatte, konnte niemand so schnell über-
blicken.

Das tragische Schicksal:
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Die Entscheidung wurde schnell getroffen. Nur hatte niemand
daran gedacht, dass dort im TU-Bereich noch eine kleine Maschine
seit Jahren eine Arbeit macht, die solange nicht auffällt, wie
kein Problem damit besteht. Dieser Rechner schließt einige
Schuldomains mit einem alten UUCP-Modem-Protokoll ans Internet
an. Seit einem guten Jahr wird meine Schule selbst von WinShuttle
versorgt; der alte Zugang konnte also bei mir seinen Dienst tun.
Er hat mir gerade bei Tests mit der Arktur-Konfiguration gute
Dienste geleistet. Wieviele Nutzer durch den Ausfall noch
betroffen sind, läßt sich schwer abschätzen.

Jedenfalls bekam ich zunächst nur die Nachricht: Der Server muss
hinter dem Firewall bleiben, ohne dass jemand sich um die Lösung
des Problems kümmern würde.
In dieser Situation kam mein Hilferuf an Euch.

Die Lösung:
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Gerade Frau Kuhlmey, die erst die Sperrung auslösen lies
(notgedrungen), hat sich des Problems angenommen. Sie hat dafür
gesorgt, dass mehrere Rechner an der TU umkonfiguriert wurden.
Dazu musste sogar der Nameserver-Eintrag verändert werden. Auch 
das hat sie veranlasst.
Ich habe mich heute bei ihr für dieses Engagement bedankt - und
mich für die Unannehmlichkeiten mit der überlaufenden Postfach
entschuldigt.
Bitte keine Mails mehr schreiben!

Was mich freut:
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Ich habe bei Frau Kuhlmey erfahren, dass mehr als 100 Mails bei
ihr angekommen sind. Mit eine so großen Unterstützung hatte ich
gar nicht gerechnet. Vielen Dank an alle Schreiber.
Eines hat das der TU gezeigt: Aktivitäten sind notwendig. Das
die Maschine so lange ihren Dienst getan hat, ist vielen Leuten
gar nicht aufgefallen.

Was mich ärgert:
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Einige Mails hatten doch einen falschen Ton drauf. Da wurde z.B.
TU vorgeworfen, sich gar nicht um die Schulen zu scheren.
Das möchte ich so nicht stehenlassen!
Die TU Dresden unterstützt die Schulen. Gerade die TU hat den 
Server eingerichtet und jahrelang einfach betrieben. Das lief,
ohne dass die obersten Stellen der TU davon großartig Kenntnis
genommen haben.
Auch sonst hilft die TU Dresden Schulen im Rahmen ihrer Möglich-
keiten (also vor allem mit Know-How!). An der TU werden gerade
auch Informatiklehrer ausgebildet - und sicher nicht schlecht.

Auch sollten wir lernen, um etwas zu bitten, nicht zu fordern.
Der Ton in einigen der Mails hat die Frau Kuhlmey doch auch
verletzt. Machen wir das als Lehrer so?

Da kam noch eine Mail von Puschl Muschl mit einer Webseite
deswegen bei mir an: Schießen wir damit nicht weit über das
Ziel hinaus? Nehmen wir die Sache ernst: Grenzt so etwas an
übler Nachrede und Verleumdung?
Ich hatte wirklich nur gebeten, eine Mail an die TU zu schreiben,
um letztlich auf ein Problem aufmerksam zu machen, das - wie
es sich herausstellte - einfach nicht bedacht wurde. Und es war
keiner da, der dafür Verantwortlich war, das zu ändern.
(kennen wir das nicht?)

Fazit:
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Es hat sich was bewegt. Der TU ist bewußt geworden, welchen 
wichtigen Dienst sie Schulen zukommen läßt, ohne das es groß
auffällt. Ein Dankeschön an alle, die mich unterstützt haben.
Aber deshalb bitte nicht sagen, die TU Dresden ist grundweg
schlecht!!


Es grüßt Euch überglücklich

Reiner
-- 
Reiner Klaproth                 E-Mail: RK1 at MSJohan.dd.sn.schule.de
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